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Pressemitteilung / 04. December 2008 - 16:22 Uhr

Größerer Nachhilfebedarf und stärkere schulische Belastung bei G8-SchülerInnen

„Die LEV Gymnasien hat im Rahmen einer eigenen wissenschaftlichen Untersuchung, gestützt auf die Befragung der Schüler und Schülerinnen des Doppelabiturjahrgangs, empirisch untermauert, dass die G8 Schüler und Schülerinnen im Schnitt mehr kommerziellen Nachhilfeunterricht in Anspruch nehmen, mehr Zeit für ihre Hausaufgaben aufwenden, sich weniger selbständig auf Kursarbeiten vorbereiten und eher unter gesundheitlichen Beschwerden durch die Schule leiden als ihre Mitschüler aus dem G9“ erklärt der Vorsitzende der LEV Gymnasien Joachim Klesen.

Die Befragung richtete sich an alle Schüler und Schülerinnen des Doppeljahrgangs. Insgesamt stützt sich die Auswertung auf die Angaben von 1720 Schülerinnen und Schüler, wobei 755 Schüler aus G8 und 965 Schüler aus G9 sich an der Befragung beteiligt haben.

Während von den G8 Schülern 22,3 % kommerzielle Nachhilfe in Anspruch nehmen, liegt diese Quote bei den G9 Schülern bei 13,7 %. Mehr G8 Schüler gaben an, ohne Nachhilfe das Abitur nicht zu schaffen. Allgemein empfinden die G8 Schüler die Leistungsanforderungen in der Oberstufe und die Arbeitsanforderungen durch Hausaufgaben und Lernen als stärker belastend. Sie fühlen sich in der Schule häufiger überlastet, was sich dann auch in einer höheren Quote von gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie Kopfschmerzen und Übelkeit zeigt.

Erschreckend hoch ist bei beiden Gruppen der Nachhilfebedarf im Fach Mathematik. „Offensichtlich gibt es erhebliche Defizite im Fach Mathematik. Die Struktur und die Lernformen des Mathematikunterrichtes müssen daher unbedingt auf den Prüfstand gestellt werden. Vor allem auch wegen des großen Bedarfs an mathematischnaturwissenschaftlicher Kompetenz muss hier dringend nachgebessert werden,“ fordert Klesen.

Die Untersuchung belegt, dass die Rahmenbedingungen in der derzeitigen Ausformung des G8 noch dringend verbessert werden müssen. Die LEV Gymnasien fordert daher zum wiederholten Male, die Lerninhalte nochmals auf den Prüfstand zu stellen, moderne Lernund Lehrmethoden im Unterrichtsalltag zu verwirklichen, Raum für individuelle Förderung zu schaffen und die Schüler-Lehrer-Relation weiter zu verbessern.

Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.
(Albert Einstein)

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