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Pressemitteilung / 05. January 2009 - 21:40 Uhr

Bibliotheken an der Uni: Studierende müssen draußen bleiben

Im Februar beginnt endlich der 3. Bauabschnitt der Renovierung der Saarländischen Universitäts- und Landesbibliothek. Im Zuge dessen wird der Altbau geräumt und der gesamte Benutzerbereich mit Lese- und Katalogsälen, Ortsleihe, Lehrbuchsammlung, Fotostelle und Schulungsräumen muss für die Bauphase ausquartiert werden.

Als „Ersatz“ für die Lese- und Katalogsäle wurde ein Containergebäude direkt neben dem zu sanierenden Bau errichtet. „Viel zu klein“, empört sich AStA-Vorsitzender Daniel Werner. Denn es wird verdammt eng: Die bisher 445 Arbeitsplätze werden auf rund 80 reduziert. Auch wird ein Teil des bisher verfügbaren Freihandbestandes ins Magazin verbannt, wo er nicht mehr frei zugängig ist.
Bereits ab dem 5. Januar wird es ungemütlich. Da beginnt die Räumung und daher ist mit Unruhe im Lesesaal immer wieder zu rechnen.

Rückzugsgebiete gibt es für Studierende aber nicht. Denn zum Beginn des Wintersemesters wurden  die Öffnungszeiten in den Institutsbibliotheken gekürzt. Die Universität hatte zuvor ein Jahr lang die Öffnungszeiten aller Institutsbibliotheken aus Haushaltsmitteln erweitert.

„Falls der Sommer früh kommt, können wir auf die Wiese vor dem Ausländercafe ausweichen“ schlägt Waël Hamdan vor, ebenfalls AStA Vorsitzender. Passend zu Cicero: „Wenn du einen Garten und dazu noch eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen.“

Wer kämpft, kann verlieren - Wer nicht kämpft, hat schon verloren.
(Bertold Brecht)

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