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News / 06. April 2009 - 01:03 Uhr

KfW senkt Zinsen; Saarland übernimmt teilweise Zinsen

Studiengebühren

Die Zinsen für das Studiengebührendarlehen sowie den KfW-Studienkredit sind zum 1. April gesunken. Grund dafür ist, dass die KfW sich bei den Zinsen am EURIBOR orientiert. Dieser Zinssatz ist nach der Senkung des Leitzinses durch die Europäische Zentralbank auf Grund der desolaten wirtschaftlichen Gesamtlage gesunken. So beträgt der Zinssatz für das Studiengebührendarlehen bis zum 1.10.2009 nunmehr 3,28% p.a. nom. (bisher 6,92% p.a. nom.), der für den KfW-Studienkredit nun 4,28% p.a. nom. (bisher 6,5% p.a. nom.). Derweil wurde bekannt, dass die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) im Jahr 2008 einen Verlust von knapp 2,7 Millarden Euro (2007 bereits 1,2 Millarden Euro Verlust) eingefahren hat, dies insbesondere durch die Folgen der Gesamtkrise und die Rettung der Mittelstandsbank IKB. Auch die zwangsweise Senkung des Zinssatzes für den Studienkredit von 7% auf 6,5% vergangenen Herbst auf Betreiben der Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) dürfte der KfW in diesem Geschäftsfeld auch zu schaffen gemacht haben. Schavan hatte offenbar aus politischen Gründen darauf bestanden. Ein Zinssatz von 7% für ein Darlehen für Studierende hatte bundesweit Entsetzen hervorgerufen. Anhand der Zinsentwicklung lässt sich erkennen, dass von einem Darlehen von der KfW nur abgeraten werden kann, sei es zur Finanzierung der Studiengebühren (Studiengebührendarlehen) oder für den Lebensunterhalt mit monatlicher Auszahlung (KfW-Studienkredit). Da ändert auch nichts, dass die saarländische CDU-Landesregierung nun angekündigt hat, die Zinsen für ein Studiengebührendarlehen während des Studiums zu übernehmen.

Die Stärke der Linken kann heute genau in diesen kleinen konkurrierenden Protestgruppen liegen, die an vielen Stellen gleichzeitig aktiv sind, in einer Art von politischer Guerillabewegung im Frieden oder im sogenannten Frieden, aber - und das ist, glaube ich, der wichtigste Punkt - in kleinen Gruppen, die sich auf lokale Aktivitäten konzentrieren und in denen sich das ankündigt, was aller Wahrscheinlichkeit nach die Basisorganisation des libertären Sozialismus sein wird, nämlich kleine Räte von Hand- und Kopfarbeitern - von Sowjets, wenn man dieses Wort noch benutzen kann und nicht daran denkt was mit den Sowjets tatsächlich passiert ist -, etwas, das ich, und das meine ich ganz ernst, als organisierte Spontaneität bezeichnen würde.
(Herbert Marcuse)

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