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News / 07. July 2009

Änderungen beim Bachelor-Studium gefordert

Schavan

Heute haben sich VertreterInnen des Bildungsstreiks mit Bundesbildungsministerin Schavan (CDU) getroffen. Zentraler Punkt des Gesprächs waren Änderungen bei der Umsetzung des Bologna-Prozesses. Es soll nun eine Reform der Reform geben, in der die Stofffülle wieder reduziert und die Verschulung beseitigt werden soll. Die Studienzeit-Vorgaben sollen dabei je nach Fach flexibler gehandhabt werden, so auch bei der sogenannten “Regelstudienzeit”, die statt sechs Semester in einem Bachelor-Studiengang auf sieben oder acht erhöht werden könnte. Außerdem sollen die Zugänge fü ein Master-Studium nicht künstlich beschränkt werden (z.B. durch Quoten).

Mit diesen Korrekturen werden sicherlich einige der schwerwiegensten Probleme im Hochschulbildungsbereich angegangen. Allerdings betont Schavan in ihrer Pressemitteilung, dass es trotzdem kein Abrücken vom Bologna-Prozess gäbe. Doch genau dies ist derzeit gefordert zu diskutieren. Denn diese Frage muss sich auch die Bildungsministerin gefallen lassen: Warum wurden denn modularisierte, streng durchorganisierte, auf die Wirtschaft und Verwertbarkeit ausgerichtete Studiengänge überhaupt geschaffen? Zu behaupten, dass dies nicht Programm gewesen wäre bzw. dass man “nur” ein paar Fehler auf dem richtigen Weg gemacht habe, klingt dann doch sehr dreist. Nicht zu vergessen: Frau Schavan plädierte in der Vergangenheit des öfteren für Studiengebühren und für die Abschaffung des BAFöG. Also: ist der Weg eine Sackgasse oder ein Irrweg?

Nicht zu vergessen ist auch, dass der Wahlkampf für die Bundestagswahl anläuft. Ob diese unkonkreten Versprechen auch noch nach einer Wahl auf der Agenda bleiben ist fraglich.

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Die Stärke der Linken kann heute genau in diesen kleinen konkurrierenden Protestgruppen liegen, die an vielen Stellen gleichzeitig aktiv sind, in einer Art von politischer Guerillabewegung im Frieden oder im sogenannten Frieden, aber - und das ist, glaube ich, der wichtigste Punkt - in kleinen Gruppen, die sich auf lokale Aktivitäten konzentrieren und in denen sich das ankündigt, was aller Wahrscheinlichkeit nach die Basisorganisation des libertären Sozialismus sein wird, nämlich kleine Räte von Hand- und Kopfarbeitern - von Sowjets, wenn man dieses Wort noch benutzen kann und nicht daran denkt was mit den Sowjets tatsächlich passiert ist -, etwas, das ich, und das meine ich ganz ernst, als organisierte Spontaneität bezeichnen würde.
(Herbert Marcuse)

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