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News / 10. December 2008 - 14:06 Uhr

8 %, mindestens 200 Euro für die Länder gefordert

Heute hat die Bundestarifkommission der Gewerkschaft ver.di die Tarifforderung für die Tarif- und Besoldungsrunde mit den Ländern 2009 auf­gestellt. ver.di fordert für die Beschäftigten der Länder sowie für die Landes- und Kommunalbeamten 8 %, mindestens 200 Euro, bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Die Entgelte für die Auszubildenden sollen um 120 Euro angehoben werden, wobei auch eine Übernahme der Auszubildenden nach Beendigung der Ausbildung gefor­dert wird. Das Ergebnis soll zeit- und inhaltsgleich auf die Beamten und Versor­gungsempfänger übertragen werden.

ver.di-Landesbezirksleiter Staudt sieht seinen Landesbezirk in der bevorstehenden Tarifauseinandersetzung gut aufgestellt.

Im Saarland sind über 30.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Beam­tinnen und Beamte betroffen. Die Tarifverhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) beginnen am 19. Januar 2009.

Im Frühjahr diesen Jahres hatte ver.di Entgelterhöhungen nach massiven Warn­streiks für Bundes- und Kommunalbeschäftigte vereinbart. Diese sahen ab 2008 eine tabellenwirksame Entgelterhöhung um monatlich 50 Euro sowie um weitere 3,1 % vor. Für das Jahr 2009 wurde eine Erhöhung um 2,8 % - zuzüglich einer Einmal­zahlung von 225 Euro – vereinbart.

Die letzte Tariferhöhung im Länderbereich wurde im Jahr 2006 – unter anderem im Saarland – nach einem 16-wöchigen Arbeitskampf erstritten.

Staudt sagte im Vorfeld der Tarifverhandlungen, dass man sich bei diesen Tarifver­handlungen wegen der Finanzkrise nicht ins Bockshorn jagen lassen werde. Eine angemessene Tariferhöhung werde schließlich eher förderlich für die Binnenkonjunktur sein. Die Landesbeschäftigten wie auch die Landes- und Kommunalbeamten im Saarland sind bereit, hierfür zu kämpfen.

Die Tragik des modernen Menschen ist nicht, dass er immer weniger über den Sinn des eigenen Lebens weiß, sondern dass ihn das immer weniger stört.
(Václav Havel)

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